Rohstofffonds legen ihr Kapital in spezielle Branchen und gehören deshalb zu den Branchenfonds. Dadurch, dass sich Rohstofffonds auf spezielle Branchen konzentrieren, können höhere Renditen als z.B. bei Aktien- oder Rentenfonds erzielt werden. Unter Rohstoffe versteht man z.B. Öl, Gas oder Edelmetalle. Dadurch das diese Ressourcen in der Zukunft knapper werden, steigen höchstwahrscheinlich auch die Renditen dieser Fonds. China oder Indien sind mit einem Wachstum von ca. 10% auf der Spitze der Entwicklung. Der Bedarf an Öl, z.B. wird dadurch in den nächsten Jahren drastisch steigen und auch die Renditen der beschäftigten Unternehmen in dieser Branche.
Die Gewinnung bzw. Herstellung von z.B. Edelmetallen gehört zu den Aufgaben der Unternehmen. Und in genau in diese Unternehmen investieren Rohstofffonds. Die Fondsmanager suchen solche Unternehmen, die für ihr Portfolio möglichst hohe Renditen erwirtschaften. In den letzten 5 Jahren konnten sich die Minen- und Ölwerterenditen zwischen 20 und 30 Prozent anheben. Der Anteil an Ländern außerhalb der EU ist bei Rohstofffonds sehr hoch. Deswegen ist für den Anleger auch ein Währungsrisiko zu beachten. Sehr viele Fonds werden in USD angeboten. Bei stark, fallenden Kursen (wie es in den letzten Monaten der Fall war), sinkt auch der Anteilswert dieser Fonds. Zum Schutz haben viele Fonds Währungssicherungen, die jedoch einen Teil der Rendite kosten.
Rohstofffonds sind Branchenfonds und das Risiko ist weitaus höher als bei Standardfonds. Grade im Bereich der Ölanlagen gab es in den vergangen Jahren große Schwankungen. Als „Ersatz“ gibt es für den Anleger außer Rohstofffonds noch Zertifikate, die ebenfalls in solche Unternehmen investieren. Eine Laufzeit von 5 Jahren und eine 100%tige Kapitalgarantie nach Ablauf ist einzuplanen. Allerdings sinkt der Kursgewinn auf nur 85%.
Marcel Winter
mwinter[@]skorbmedia.de