Vor allem in ländlichen Regionen, fernab von urbaner Infrastruktur, ist das Thema DSL ein Reizthema. Die dort befindlichen Haushalte sind vom DSL-Netz abgeschnitten. Mehr und mehr spricht sich aber herum, dass es hervorragende Alternativen zu DSL gibt.
Auch die bisher nur für das Kabelfernsehen zuständigen Kabelnetzbetreiber bieten nämlich inzwischen Breitband-Internetzugänge an. Es handelt sich nicht um Breitbandzugänge zweiter Wahl, sondern um erstklassige Anschlüsse, die in Sachen Datenübertragungsgeschwindigkeit den DSL-Anschlüssen sogar überlegen sind. Können mit einem DSL-Anschluss von einem DSL-Anbieter im besten Falle 16 MB pro Sekunde übertragen werden, so profitieren Kabel-Kunden, die ihren Kabelanschluss auch als Internetanschluss verwenden, von der doppelten Datenübertragungsrate, nämlich stolzen 32 MB pro Sekunde. Auch eine Flatrate muss niemand verzichten, der statt bei einem DSL-Anbieter Kunde bei einem Kabelanbieter ist. Und selbst die Telefonie ist mit einem über Kabel realisierten Anschluss zu monatlichen Festpreis möglich. Wenn auch Kabelinternet nicht verfügbar ist, bleibt als Ausweg Satelliten-DSL. Zwar handelt es sich um eine recht teure Zugangs-Variante, sie ist aber bedingungslos in ganz Deutschland verfügbar. Eine Anlage zum Satellitenempfang besitzen ohnehin viele Haushalte in Deutschland. Die höheren Kosten entstehen vor allem dadurch, dass beim Satelliten-DSL ein so genannter Rück-Kanal, meist in Form einer ISDN-Leitung, benötigt wird. Wenn weder ein DSL-Zugang von einem DSL-Anbieter noch ein Kabel-Internetzugang von einem Kabelanbieter erhältlich ist, dann ist die Nutzung von Satelliten-DSL eine Lösung. Zwar ist Satelliten-DSL sehr teuer, es ist jedoch alle Mal besser als ein totaler Verzicht auf Breitband-Internet.