Teppichböden schaffen eine besonders gemütliche Atmosphäre. Dies kennt man so von Laminat und Parkett nicht. Damit sich der Belag glatt und wellenfrei präsentiert, muss er fachgerecht mit dem Untergrund verbunden werden. Das wichtigste Werkzeug fürs Teppichverlegen ist ein scharfes Universal-Bodenlegermesser. Es hat auswechselbare Klingen und kann meist wahlweise mit Trapez- oder Hakenklingen bestückt werden.
Am saubersten schneiden Sie Teppichböden mit der Hakenklinge. Für dünneres Material benutzen Sie eine kleine, für dickere Teppiche eine große Klinge. Das fachgerechte Schneiden von Teppichböden erfordert allerdings einige Übung. Bevor Sie ans Verlegen hochwertiger Böden gehen, sollten Sie ein paar Übungsschnitte mit Restmaterial einplanen.
Die wichtigste Technik ist das Beschneiden der Ränder. Bei raumbreiter Auslegeware müssen Sie im Idealfall nur an zwei Seiten den anfallenden Überstand abtrennen. Wichtig ist hier, dass der Teppich fest in den Winkel zwischen Boden und Wand gepresst wird, während man mit der Hakenklinge schneidet.
Müssen mehrere Bahnen aneinander stoßend verlegt werden, kommen Sie meist nicht umhin, auch längs zur Bahn verlaufende Nahtschnitte zu machen. Obwohl generell der Doppelschnitt entlang einer Metallschiene empfohlen wird, ziehen professionelle Bodenleger gerade bei dickeren Teppichen häufig das einlagige Schneiden vor. Dies gilt insbesondere dann, wenn man parallel zum Florverlauf in der Florgasse schneiden kann. Denn dabei entsteht ein besonders sauberer Schnitt.
Wenn die Wahl des Teppichbodens getroffen ist, steht noch eine weitere Entscheidung an. Soll der neue Teppich nur fixiert oder fest auf dem Unterboden verklebt werden? Bei Auslegeware mit Schaumrücken, der am häufigsten verwendeten Qualität, sind beide Verlegearten möglich. Besitzt der Teppich dagegen einen Geweberücken, muss geklebt werden. Besteht der Rücken aus Nutegewebe, dürfen Sie keinen wassergelösten Kleber verwenden, da der Teppichboden sonst unweigerlich Wellen schlagen würde. Stattdessen legen Sie besser ein Haftgitter unter.
Nicola Lavacca
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